Wie finde ich als Junior Developer den passenden Job?

Du bist gerade am Ende Deines Bootcamps. Egal ob Developer Akademie, Le Wagon oder neue fische. Für Dich stellt sich jetzt die Frage: Wie finde ich schnellstmöglich den passenden Job?

Dafür bekommst Du im folgenden Blog 5 praxiserprobte Tipps, die Dir nach dem Bootcamp oder der Traineeausbildung definitiv zu einem Job verhelfen. Gerade der letzte Punkt wird oft vernachlässigt.

Du kennst die frustrierende Situation, Absage nach Absage zu bekommen und Du fragst Dich, was Du dagegen tun kannst. Oder Du hast bisher von anderen gehört, wie anstrengend die Jobsuche sein kann und willst deshalb von Anfang an richtig machen.

Also, wie kannst Du Dich von anderen Bootcampern abheben?

Springen wir kurz in die Perspektive des Unternehmens. Es werden dauerhaft neue gute Leute gesucht. Einlernen will die aber eigentlich keiner. Der Kunde bezahlt nur für erfahrene Entwickler und deshalb soll jeder, der kommt, direkt bereit für die ersten Projekte sein.

Wie schaffst Du es also dich so zu präsentieren, dass Du auch mangelnde Arbeits- und Projekterfahrung wettmachst?

1. Projekte und Portfolio

Jeder hat “El Pollo Loco” oder das “Pokedex” in seinem Projektportfolio, sofern er bei der Webdeveloper Akademie war. Egal wie schön Deine Portfolioseite aussieht, das Unternehmen interessiert sich dafür erst einmal nicht.

1.500 neue Entwickler bringen allein die großen Akademien jedes Jahr auf den Markt. Du musst also schon sehr positiv auffallen um hier nicht unterzugehen.

Stich durch eigene Projekte hervor. Projekte die zeigen, dass Du motiviert bist, Dich auch außerhalb des Scedules fortzubilden.

Projekte, die vor allem sehr realistisch ablaufen und gut dokumentiert sind. Die eben nicht jeder im Portfolio hat.

2. Viele hilft viel

Das Gesetz der großen Zahlen gilt auch im IT- und Bewerbermarkt. Viel hilft viel. Stell Dich also möglichst früh auf viele Bewerbungsschreiben ein.

Block Dir feste Zeitslots jeden Tag, in denen Du an eigenen Projekten weiter arbeitest und feste Slots, in denen Du Dich bewirbst.

Sei diszipliniert in den Projekten, der Übung aber auch beim Bewerben und vor allem suchen.

Denn auch, wenn viel oft viel hilft, gilt vor allem der nächste Punkt:

3. Auf die richtigen Jobs bewerben

Bewirb Dich nicht wahllos. Es spart es Dir enorm viel Zeit und Frustration, vorher auszusieben.

Natürlich sollst Du Dich nicht von jeder Hürde abschrecken lassen und auch, wenn Deine Erfahrung nicht ganz stimmt. Nimm stattdessen die gewünschte Erfahrung in den Anforderungsprofilen als Anreiz, Dich genau dort weiterzubilden.

Ruf auch vorab schon einmal an und frage nach, ob Du Pauschal mit einer Ablehnung rechnen kannst oder mit Deinem Profil eine Chance hast und es einfach mal versuchen sollst.

Oft spart Dir das Zeit und Nerven.

Unternehmen suchen dringend Leute, aber keiner will einfach irgendjemanden, der auf 100 Bewerbungen 100 Mal die gleiche Bewerbung sendet.

Gib Dir Mühe und Individualsiere. Schaffe Anknüpfungspunkte auch zu Deiner Erfahrung, Spezialisierung und Deinem Portfolio um deutlich zu machen, weshalb Du für das Unternehmen geeignet bist.

Hilfreich dabei:

4. Lokal Bewerben und Spezialisieren

Je mehr Bezugspunkte zu einem Unternehmen, desto besser. Sofern Du die Möglichkeit hast, suche vor Ort. Geh gerade bei Deinem ersten Job die Extra-Meile.

Beispielsweise kannst Du vor Ort vorbeischauen und dich einfach mal mit der HR gut stellen. Ein persönlicher, sympathischer Ersteindruck lässt Dich aus der Masse herausstechen. Du zeigst, dass nur weil es 100 % Remote heißt, Du nicht unwillig bist, auch mal vor Ort vorbeizuschauen.

Oder falls das nicht funktioniert, spezialisiere Dich. Steig direkt nischig in einzelne Frameworks oder Programmiersprachen ein und erweitere Deinen Tech-Stack und Deine Projekte gezielt.

“Lehrjahre sind keine Herrenjahre”. Mach Dir bewusst, dass Du als Bootcamper bei den wenigsten Unternehmen als fertiger Entwickler giltst. Dein Einstiegsgehalt wird vermutlich 10-15 % unterhalb eines Bachelor-Studenten liegen.

Mach Dir bewusst, dass Du nach 2-3 Jahren Arbeitserfahrung diese Lücke hinter Dir gelassen hast.

Da Du innerhalb des gleichen Unternehmens dann selten hohe Gehaltssprünge machst, lohnt es sich, hier einen Jobwechsel in Betracht zu ziehen.

Du steigst beim neuen Unternehmen dann direkt eine Gehaltsstufe höher ein.

Spiel innerhalb der Bewerbungsgespräche Deine Stärken maximal aus. Wenn Bachelorabsolventen Deine Konkurrenz sind, bist Du oft menschlich reifer. Du hast Arbeitserfahrung insgesamt und das kann Dich mindestens genauso wertvoll machen wie ein studierter Informatiker.

In den meisten Unternehmen ist Kommunikation (untereinander und mit dem Kunden) deutlich wichtiger als reine Fachkompetenz. Stelle hier Deine bisherigen Arbeitserfahrungen nicht zu weit zurück. Auch wenn das oft geraten wird, sehen Unternehmen auch gerne, wenn Du bereits Arbeitserfahrung hast. Egal wo.

Wenn Projekte scheitern, dann am menschlichen. Selten am technischen. Verdeutliche dem Unternehmen anhand Deines Lebenslaufs, wo hier Deine Stärken liegen und wie Du diese einbringen kannst.

5. LinkedIn richtig nutzen

Die meisten unterschätzen LinkedIn. Und die wenigsten nutzen LinkedIn richtig.

Zu einem ordentlichen Profilbild gehört ein Titelbild. Dein Profiltext sollte nicht generisch sein.

“Als Junior Webentwickler suche ich…” – Wer redet denn bitte so?

“Junior Webentwickler mit Erfahrung in (Framework X, Sprache Y)” – simpel, aber deutlich aussagekräftiger.

Sei gerade in der Infobox nicht zu sparsam. Überlege Dir, welche Beiträge Du likest, kommentierst und teilst. Ja, Unternehmen schauen sich das an und für viele ist das ein wichtiges Kriterium.

Post Deine Zertifikate, Projekte und gerne auch gute Bilder von Dir selbst. Nein, LinkedIN ist nicht Instagram, aber auch HRler sind menschlich und sympathische Bilder bleiben im Kopf, während das 10te Javascript Zertifikat nach 30 Sekunden vergessen ist.

Nutze alle Funktionen von LinkedIn, wie den Fokus, die Beiträge, die Jobbeschreibung um Dich selbst und Deine Motivation für die einzelnen Steps Deines Lebenslaufes zu füllen.

Grundsätzlich gilt: Je mehr desto besser und je menschlicher und sympathischer, desto besser. Hinter den Unternehmen stecken auch nur Menschen.

Damit viel Erfolg bei Deiner Bewerbung!

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